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Carlo Hommel am 14. November 2000:
Von DOROTHEE NIEHAUS
VIERSEN. Den Abschluss und zugleich Höhepunkt der diesjährigen Konzertreihe in St. Remigius in Viersen bildete das Orgelkonzert Carlo Hommels. Passend zum Bachjahr erklang der “3. Teil der Clavierübungen”, die Orgelmesse, in der großen, von Johann Sebastian Bach so zusammengestellten Version. Anspruchsvoll und virtuos zeigt die Orgelmesse die klingende Schönheit der Bachschen Fugenkunst. Grundthema der Sammlung ist die Dreifaltigkeit Gottes, durch die für Bach so typischen Zahlenspielereien angedeutet und in der Trilogie der Choräle “Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit”,” Christe, aller Welt Trost” und “Kyrie, Gott heiliger Geist” fortgeführt.
Carlo Hommel gelang es wieder einmal, in seinem Spiel nicht nur technische Perfektion zu zeigen, sondern auch den geistigen Sinngehalt der Bachschen Komposition durch sein ausdrucksstarkes und interpretatives Spiel zu verdeutlichen. Der Künstler war schon mit zwölf Jahren als Organist in seiner Heimatstadt tätig. Er studierte bei Hubert Schoonbroodt und ist seit 1987 Titularorganist an der Kathedrale Notre Dame in Luxemburg. Zahlreiche CDs und internationale Konzerte belegen seinen hohen Bekanntheitsgrad als Interpret von Kirchenmusik.
Schon das “Praeludium pro Organo pleno” erklang majestätisch in der feierlich von Martinslaternen erleuchteten Kirche, Insbesondere der brillant-virtuose Choral “Allein Gott in der Höh’ sei Ehr`”, extrem hell registriert, drückte Freude und Hoffnung aus. Beeindruckend war die Leistung von Hommel bei “Jesus Christus unser Heiland”. Das äußerst komplexe Stück, der Cantus firmus wird von zwei äußerst schwierigen imitatorischen, Kontrapunkten begleitet, vermittelte dem Zuhörer den Eindruck von Leichtigkeit und Lebendigkeit. So war es kein Wunder, dass das Konzert zu einem künstlerischen Erlebnis für die begeisterten Zuhörer wurde.
Rheinische Post vom 18. November 2000.
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