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Zur Adventsmusik am 09. Dezember 2007:
VON GERT HOLTMEYER
VIERSEN Eröffnet wurde die geistliche Abendmusik zum zweiten Adventssonntag mit „Wachet auf“. Ein beeindruckender Chorklang füllte die gut besetzte Remigiuskirche. Die Kirchenchöre der Alt-Viersener Gemeinden St. Helena, St. Josef, St. Notburga, St. Peter und St. Remigius hatten sich zu einem Projektchor zusammengeschlossen.
Nach dem Choral waren vier anspruchsvolle Instrumentalwerke von Komponisten des 18. Jahrhunderts zu hören. Zwei Triosonaten des Venezianers Domenico Gallo kamen dem interessierten Publikum möglicherweise gleichermaßen bekannt wie unbekannt vor. Themen dieser Sonaten sind bekannt geworden durch Strawinskys Pulcinella-Suite, in der der russische Komponist vermeintliche Pergolesi – Melodien aufgriff. Inzwischen hat die Forschung herausgefunden, dass viele lange Pergolesi zugeschriebene Kompositionen von anderen, unbekannt gebliebenen Komponisten stammen.
Primgeigerin Eva Dörnenburg bot zusammen mit Peter Diller (Violine) und den Continuo-Spielern Julia Polziehn (Violoncello) und Thorsten Konigorski (Orgelpositiv) eine kompetente Interpretation der beiden Werke des Italieners. Erweitert um Bratsche (Holger Hockemeyer) und Kontrabass (Sophia Scheifler) gelang dem Ensemble eine ebenfalls überzeugende Interpretation des zweisätzigen B-Dur-Quintetts von Johann Christian Bach, des jüngsten der Söhne Johann Sebastian Bachs. Von ihm, dem großen Thomas- Kantor, spielte Martin Hönig drei sehr unterschiedlich konzipierte Orgelchoralfassungen zu „Nun komm der Heiden Heiland“. Durch differenzierte Registrierung verdeutlichte Hönig geschickt die Stimmführung. Sichere Gesangssolisten (Ellen Schaumburg, Rudolf Förster und Rudolph Zillkes) und der hervorragend einstudierte Gemeinschaftschor unter der Leitung von Thorsten Konigorski waren die Garanten für eine gelungene Aufführung des interessanten B- Dur- Magnificats aus der Feder des süditalienischen Bach-Zeitgenossen Francesco Durante (1684-1755). Herzlicher Beifall belohnte die Leistungen aller Aufführenden.
Rheinische Post vom 12. Dezember 2007.
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